Holzkomposter – Alles was Sie wissen müssen


Einführung

In ihrem Garten fallen regelmäßig Gartenreste an die sie nicht teuer entsorgen wollten? Dann sind Sie mit einem Holzkomposter genau richtig bedient. Er eignet sich sowohl für die Gartenabfälle die Sie entsorgen möchte, dient aber gleichzeitig auch für die Entsorgung von Biologischen Abfällen. Er kann den Biomüll zwar nicht vollständig ersetzten, aber ihn durchaus entlasten.

In den meisten Gärten findet man heute eine Komposter. In gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Aus Holz, Kunststoff oder Metall. Alles ist möglich. Doch der Komposter aus Holz ist immer noch in vielen Gärten sehr beliebt und das auch zurecht. Wenn man ihn noch auch noch an der richten Stelle im Garten platziert, kann er ein echter Hinkucker werden.


Der natürliche VerottungsprozessHolzkomposter

In der Regel dauert der Rottevorgang in einem Holzkomposter etwas länger als in einem Kunststoffkomposter. Der natürliche Vorgang bleibt aber so gut es geht im Komposter aus Holz enthalten. Durch Regenschauer bekommt der Kompost die nötige Feuchtigkeit. Das Wasser was nicht von den Kompostresten aufgenommen werden kann fliest durch ihn hindurch in versickert im Boden. Voraussetzung dafür ist natürlich ein gut durchlässiges Erdreich das unter dem Holz Komposter vorhanden sein muss.

Dadurch das der Holzkomposter frei steht und in keinem festen, geschlossenen Raum ist, wird er nicht die Hitze erreichen die man mit einem Schnellkomposter erzielen könnte. Dies ist auch ein Grund weshalb der Zersetzungsprozess einfach etwas mehr Zeit benötigt.

Nach 3 bis 4 Monaten kann man in der Regel von Unterstützung ausgehen. Damit ist gemeint, das es nun viele kleinere Helferchen gibt die aus dem Boden kommen und beim Verrottungsprozess mithelfen. Asseln oder andere kleinere Tiere können sich nun gut im Kompost ansammeln und fühlen sich in ihm richtig Wohl. Diese Tiere kommen meist dann, wenn der Kompost hab zersetzt ist.

Möchte man ihn schneller zersetzen sollte man Kompostwürmer hinzufügen. Die normalen Gartenwürmer erscheinen nämlich meist erst in der Endphase der Verrottung.

Um zu testen ob der Kompost fertig ist nimmt man Kressesamen und streut diese auf den Kompost. Keimen diese innerhalb von 3 Tagen ist das ein Zeichen für fertig zersetzte Komposterde.

Die Inhaltsstoffe der Komposterde sind nun am besten und man kann sie nun als Dünger für den Garten verwenden. Gemüsepflanzen wie Kartoffeln oder Tomaten eignen sich sehr gut dafür.


Holzkomposter: Die Vor- und Nachteile

  • Holzkomposter sind deutlich einfacher zu Bedienen als Beispielsweise Komposter aus Kunststoff. Durch ihren Aufbau aus mehreren Brettern, ist es deutlich leichter an die Komposterde bei einem Holz Komposter zu kommen als bei anderen Modellen. Sind die vorderen Holzbretter auch noch flexibel abnehmbar ist ein entleeren auch problemlos möglich.
  • Holzkomposter lassen sich sehr gut befüllen. Man hat beide Hände frei und muss sich nicht mit einer um den Deckel kümmern.
  • Durch den Kauf eines Komposters aus Holz setzt man Bewusst auch ein Zeichen für die Umwelt. Er wird in ein paar Jahren verrotten und nicht wie seine Konkurrenz aus Kunststoff irgend wann aufwendig entsorgt werden müssen.
  • Dadurch das der Holzkomposter offen ist, gibt es eine gute Luftzirkulation. So kommt es fast nie zu Fäulnis.
  • Da der Holzkomposter keinen Deckel besitzt könnte der Anblick auf den offenen Kompost für manche etwas störend sein. Hier empfehlt sich einfach einen guten Standort zu wählen. Somit würde man das Problem gut lösen können.
  • Holz ist nicht ganz so wetterbeständig wie Kunststoff. Deshalb sollte man sich ab und zu Zeit nehmen um sie mit einem Holzschutz zu bestreichen.
  • Der Zersetzungsprozess dauert etwas länger da weniger Wärme im Kompost vorhanden ist.

Was darf rein – was nicht?

  • Standartreste wie rohes Gemüse und Obst (Zitrusfrüchte sollen man lieber nicht kompostieren)
  • Eierschalen
  • Alte und verwelkte Blumen (am besten in kleinerer Stücke schneiden um den Kompostiervorgang zu beschleunigen)
  • Trockener Rasenschnitt (bei zu feuchtem Rasenschnitt kann es leicht zu Fäulnis kommen)
  • Gut verrottbares Papier wie Zeitung und Pappe
  • Laubreste und Schrauchschnitte
  • Kein gekochtes Essen
  • Kein Fleisch bzw. proteinhaltige Lebensmittel
  • Keine Reste mit Pilzbefall
  • Asche-Reste
  • größere Schnittabfälle wie Zweige und Äste
  • Schnittblumen aus dem Supermarkt (können Pestizide enthalten)
  • Dicke und farbige Papierabfälle

Komposter aus Holz: Vorbeugen gegen Verfärbung und Verrottung

Komposter aus HolzWie Sie sicherlich wissen verändert Holz im Laufe der Zeit seine Farbe, wenn es im Freien steht. Neue Häuser aus Holz sehen am Anfang immer schön aus, aber schaut man sie sich nach ein paar Jahren an wird man feststellen müssen, dass sie sich alle gräulich verfärbt haben. So ist es auch beim Komposter aus Holz.

Im Freien wird das Holz dem Sonnenlicht und speziell den UV-Strahlen ausgesetzt. Diese Strahlen sorgen dafür, dass auf der Holzoberfläche Lignin abgebaut wird. Das sorgt für eine Vergilbung des Holzes und auf Dauert entsteht eine intensive Braunfärbung. Kommt nun auch noch Wasser auf das Holz das es befeuchtet, bildet sich ein dunkelfarbener Schimmelpilz und es tragen sich Staubpartikel in das Holz ein. So färbt sich die Oberfläche mit der Zeit Grau.

Da ein Holz Komposter aus organischen Materialien besteht fängt er nach einer Zeit auch an zu verrotten. Meist betrifft es die Innenseiten mehr, weil sie den ständigen Kontakt zum Kompostgut haben.

Sie sollten den Holzkomposter vor Beginn mit einer Grundierung einstreichen. Dies ist die Basis für alles weitere. Nach der Grundierung können Sie sich entweder für eine Lasur oder eine Wetterschutzfarbe entscheiden.

Kümmern Sie sich ab und an um Ihren Holz Komposter, so wird er deutlich länger halten. Wenn doch mal einzelne Bretter verrottet sind können diese auch problemlos gewechselt werden.

Weiter Informationen zum Thema „Holz schützen“ finden Sie hier.


Holz Komposter kaufen oder selber bauen?

Sind Sie eher der Typ der sich keine zu große zusätzliche Arbeit machen will oder sind Sie der begeisterte Hobbyhandwerker der alles selbst macht? Diese Frage müssen Sie sich stellen.

Die deutlich einfachere Variante wäre, wenn man sich eine Holz Komposter kaufen würde. Hier spart man sich viel wertvolle Zeit die man auch gut anders investieren kann. Vor allem Leute die handwerklich nicht begabt sind, wir eher abgeraten einen Holz Komposter selber zu bauen.

Sie brauchen hierfür das richtige Material und das richtige Werkzeug um das Projekt umzusetzen. Die Kosten sind bei einem Kauf meist noch etwas günstiger. Es gibt gute Modelle die für die meisten Gärten völlig ausreichen. Diese kann man sich auch mit einem kleinen Budget leisten. Lässt man sich hingegen im Baumarkt das Holz zuschneiden und wählt eine etwas hochwertigeres Holz ist, liegt man schnell deutlich über dem Kaufpreis.

Wenn Sie ihren Holzkomposter selber bauen wollen haben Sie natürlich den Vorteil, dass Sie sich die Größe aussuchen können. Beim Kauf ist man meist etwas eingeschränkter in der Wahl. Sie sollte auf ein möglichst witterungsbeständiges Holz achten, wie z.B. Lärchenholz. Dieses Holz ist relativ unempfindlich und so optimal für den Garten geeignet.

Günstigeres Holz bedarf größerer Pflege und hat eine kürzere Haltbarkeit. Bedenken Sie außerdem, dass zwischen jeder Holzspalte etwas Platz gelassen werden muss.

Die einfachere Variante ist ganz klar einen Holz Komposter zu kaufen. Handwerklich begeisterte dürfen aber natürlich gerne auch Ihren eigenen Kompost erstellen.


Kaufkriterien für eine Holzkomposter

Jeder hat andere Anforderungen an seinen Komposter aus Holz. Für die einen reicht das billigste Modell und sie legen nich viel Wert auf ihn. Hauptsache man hat einen ist hier das Motto. Die anderen denken auch etwas voraus und überlegen sich z.B. welches Material ist gut oder was für eine Größe sollte er haben? Jeder muss seine eigene Entscheidung treffen, doch hier ein paar kleine Punkte die Sie beachten sollten:

 

 

  • Beim Material bzw. Holz gibt es deutliche Unterschiede. Am robustesten sind Kiefer, Fichte, Lärche, Birke und Buche.
  • Fassungsvermögen. Wenn Sie nur Hausrest entsorgen wollen, dann reichen kleinere Modelle völlig aus. Haben Sie hingegen auch Gartenabfälle sollte dies dementsprechend berücksichtigt werden. Empfehlenswert sind Holzkomposter die nicht innerhalb kürzester Zeit voll sind und ein entsprechendes Füllvermögen besitzen.
  • Das Preis-/Leistungsverhältnis sollte ebenso beachtet werden. Günstige Modelle bieten nicht die Lebenszeit/Haltbarkeit wie etwas teuere Modelle.

Fazit

Die Anschaffung eines Holzkomposters ist heute für jeden Möglich. Man muss hierbei nur selbst entscheiden was man will. Witterungsbedienungen sorgen dafür, das ein Komposter aus Holz kein Produkt für die Ewigkeit ist. Doch wer seine Garten- und Haushaltsreste nachhaltig entsorgen will ist mit einem Holz Komposter sicher auf dem richtigen Weg.


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